1. Internationales Beachrugby Frauen Turnier Marseille
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Früh am nasskalten Morgen des 7. Septembers erwarteten 10
Spielerinnen des Teams Austria am Flughafen den lange
ersehnten Trip ins warme und sonnige Marseille, um beim "1.
Internationalen Frauen Beachrugby Turnier" teilzunehmen.
Dieses und andere Turniere wurden im Rahmen des Rugby World
Cups (RWC) und des RWC Spiels Neuseeland gegen Italien, das
an diesem Samstag in Marseille stattfand, organisiert. Die
Organisatoren haben uns in diesem voll gepackten Programm
freundlicherweise sogar Tickets für dieses fantastische
Match besorgt. Ein unvergessliches Erlebnis!
Women´s Rugby Austria und das Nationalteam hatte gerade eine
sehr anstrengende Saison 2006-2007 hinter sich, als die
Einladung nach Marseille kam. Also haben wir es als
Belohnung für all die harte Arbeit und für das unglaubliche
Abschneiden bei der B Gruppen Europameisterschaft in Bosnien
vergangenen Mai angenommen. In Bosnien haben wir 5 von 7
Spielen gewonnen und wurden ausgezeichneter 4ter von 12
Mannschaften.
Zusätzlich war das Turnier in Marseille ein großer Schritt
für beide Wiener Damenklubs. Die Manager von VRFC Celtic,
Martin Puchinger, und RC Donau, Constantin Carmine, hatten
der Nationalteamtrainerin Renée Carmine-Jones vor kurzem
vorgeschlagen, beide Klubs für eine Saison (2007-2008) zu
vereinen. Sie erhoffen sich durch das gemeinsame Training
eine höhere Konkurrenzfähigkeit auf nationalem und
internationalem Niveau. Der Coach des Nationalteams hatte
bereits 5 Spielerinnen von jeweils einem der zwei Wiener
Klubs in die österreichische Mannschaft für das Turnier in
Marseille als Motivation und Versuch dieser Kooperation
ausgewählt. Dieser Versuch hat exzellente Ergebnisse für
diese Klubfusion und für das Team Austria gebracht, wie in
dem folgenden Bericht zu lesen ist:
FUN IN THE SUN:
Women’s Rugby Austria wurde von der französischen Provence
zum 1. internationalen Frauen-Beachrugby Turnier in
Marseille eingeladen. Ein Team von 10 Spielerinnen, 1
Manager und 1 Coach folgte diesem Ruf mit großer
Begeisterung – Sommer, Sonne, Strand und Rugby! Obwohl, oder
gerade weil Rugby-Länder wie Schottland und Gastgeber
Frankreich zu unseren Konkurrenten zählten, war die
Vorfreude groß.
Gleich nach unserer Ankunft in Marseille wurden wir vom
Flughafen abgeholt und zum Strand gebracht. Dort angekommen,
überraschte uns der Anblick eines großen Stadions, in dem
das Turnier ausgetragen werden würde – keiner hatte mit so
etwas gerechnet. Die Flaggen aller teilnehmenden Nationen
wehten im Wind, neben Frankreich, Schottland, etc. hing auch
die österreichische! Was für ein Anblick…. Wir bekamen auch
gleich die Möglichkeit, ein „Test-Match“ für Aufnahmen für
das Fernsehen gegen Frankreich zu spielen – Österreich in
Weiss. (http://www.m6info.fr/html/m6_infos/lesix.php?cp=13000&id=070907_1900_13000_m6info)
Es waren 5 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld, die anderen
5 Spieler dienten als Auswechselspieler. Auswechseln konnte
man jederzeit so oft man wollte. Die Spielzeit betrug 5
Minuten pro Halbzeit, mit einer 2 minütigen Pause.
SAMSTAG 8.9.
Am Samstag war es schließlich so weit, das Turnier konnte
endlich beginnen. Die Mädels erhielten ihre neuen Beach
Rugby Dressen von Team Manager Marie Rieckh und von Coach
Renée Carmine-Jones einen tollen Women’s Rugby Austria Sport
Top als Überraschung!!
Österreich spielte als erstes gegen Deutschland. Durch die
Schnelligkeit und Fitness unserer Spielerinnen gelang es
immer wieder, die deutsche Verteidigungslinie zu brechen und
regelrecht zu überrollen. Das Spiel endete mit einem
eindeutigen 5:0. Auch die nächsten Gegner Luxemburg und
Schottland wurden mit derselben Taktik – schnelles Spiel,
Überlaufen und lange Pässe in die Löcher der Verteidigung –
besiegt. Beflügelt von diesem Erfolg ging es am Ende des 1.
Turniertages gegen die Mannschaft von Frankreich (Provence),
die wir stark einschätzten. Aber auch in diesem Spiel gelang
es dem Team Österreich, das aus einem Mix von
Nationalteamspielern und Auswahlspielern bestand, durch eine
gute Ausdauer, gute Aktionen und ein schnelleres Adaptieren
an die wechselnden Schiedsrichter den Sieg zu holen. Alle
Spiele vom 1. Tag waren gewonnen, und unser Team war
glücklich und von so viel Erfolg überrascht. Die Mannschaft
bedankte sich beim Gegner und dann bei seinen
österreichischen (VRFC Celtic) Fans mit einem gemeinsamen
Dive in den Sand vor ihren Füssen. Der nächste Tag würde die
Entscheidung über das gesamte Beachrugby Turnier bringen.
Als „Füller“ für die lange Mittagspause organisierten unsere
Gastgeber für alle Teilnehmer Tickets für das Rugby World
Cup Spiel zwischen Neuseeland und Italien. Noch ein
Pluspunkt für unsere Marseille Reise!
SONNTAG 9.9.
Am Sonntag gab es dann wieder denselben Ablauf. Jeder
spielte gegen jeden, und die 2 besten Teams würden im Finale
gegeneinander antreten. Diesmal konnten wir das 1. Match des
Tages – Deutschland gegen Luxemburg – als Zuseher verfolgen
und dabei feststellen, dass sich beide Mannschaften im
Vergleich zum Vortag enorm gesteigert hatten. Unser erster
Gegner war Deutschland. In der ersten Hälfte kämpften beide
Mannschaften um Punkte und um den Ball. Mit einem 1-1 ging
es in die Halbzeit. Doch in der 2. Halbzeit drehte das Team
rund um Coach und Spielerin Renée Carmine-Jones wieder voll
auf und gewann mit einem hervorragenden 4:1. Das 2. Spiel
wurde gegen die Schottinnen ausgetragen, und auch hier
mussten wir uns mächtig ins Zeug legen, wollten wir unsere
Chancen auf den Turniersieg wahren. Das Team aus Schottland
wiederum hatte mit den für sie teilweise unfairen pfeifenden
Schiedsrichtern zu kämpfen und war deshalb etwas aggressiv
unterwegs, das sie uns während des Spiels auch zu spüren
gaben. Doch am Ende gelang es uns mit unserer Schnelligkeit,
Wendigkeit und Ausdauer, auch dieses Match für uns mit einem
klaren 5:0 zu entscheiden. Nach einer Mittagspause, in der
wir uns das RWC Spiel Kanada gegen Wales im TV anschauen
konnten, trafen wir auf unseren nächsten Gegner Luxemburg.
Auch diese Mannschaft ließ uns rasch wissen, dass sie von
den gestrigen Spielen sehr viel dazu gelernt hatten. Beide
Teams waren anfangs relativ ausgeglichen. Das Team Austria
bewahrte allerdings einen kühlen Kopf und konnte mit einer
starken Verteidigungslinie und guten Pässen zwei Tries für
Österreich, und somit das Match, gewinnen. Dadurch standen
wir fix im Finale, und Frankreich folgte nach seinen Spielen
nach. Was für ein Gegner, was für ein Finale! Frankreich
gegen Österreich, und das im Rugby! Das hat es in der
Geschichte dieses Sports noch nie gegeben. Da diese beiden
Nationen als Finalgegner feststanden, wurde entschieden, das
letzte Match (FR – AUT) auszulassen, und gleich zum
Finalspiel überzugehen.
DAS FINALE
Coach Renée stellte für dieses Spiel ihre stärkste
Mannschaft auf. Gegner Frankreich tat dasselbe. Während der
1. Halbzeit gelang es keinem Team, durchzubrechen und einen
Try zu legen. „Lasst nur keinen durch, hält eure starke
Verteidigungslinie und wartet auf den gegnerischen Fehler“
schrie Coach Renée. Der Ball ging hin und her, aber niemand
kam wirklich nach vorne. Es war total ausgeglichen. In der
Pause machte sich leichte Verzweiflung breit, weil niemand
wusste, wie man dieses Spiel spielen sollte. Die 2. Halbzeit
fing genauso an, wie die 1. geendet hatte. Bis unser Flügel
Dani Harms eine kurze Unaufmerksamkeit der Französinnen
ausnutzte und uns mit einem starken Lauf über das ganze Feld
in Führung brachte. Wir freuten uns, noch war aber nichts
entschieden. Unser Gegner kämpfte weiter. Das taten wir
allerdings auch, und es blieb spannend. Bis ein langer Pass
raus zu unserem freistehenden Flügel kam und ein starker,
schneller Lauf abermals von Dani H. kurz vor Ende des
Finales die Entscheidung brachte. Kurze Zeit später endlich
der Schlusspfiff des Schieris, und ein 2:0 für Österreich!
Wir
haben gewonnen! Riesengroße Freude bei uns, aber auch auf
den Rängen, denn viele Zuseher sind in der Zwischenzeit zu
unseren Fans geworden. Österreich, der große Außenseiter,
das „Nicht-Rugby-Land“, hat im Finale Frankreich besiegt und
das gesamte Turnier gewonnen! Es war ein unbeschreibliches
Gefühl, und die Mannschaft bedankte sich beim Gegner und
nochmals bei seinen Fans mit einem gemeinsamen Dive in den
Sand vor der Tribüne. Im Kreis bedankte sich Team Austria
bei ihrem kleinen Glücksbringer, dem Teammaskottchen „Toto“
und er wurde wie ein Rugbyball von Spielerin zu Spielerin
gepasst. Ein spezieller Dank ging an diesem Tag auch an die
amerikanische Männermannschaft, die uns am lautesten
anfeuerten, da unsere österreichischen Fans bereits
weiterziehen mussten. Unsere Fans wollten alle mit den
Siegerinnen im Women’s Rugby Austria Sport Top fotografiert
werden!
Bei der Siegerehrung bekamen wir zusätzlich einen Pokal für
die meisten Tries (Punkte), und Dani Künzel vom RFC Celtic
wurde zur Spielerin des Turniers gewählt. Die Zuschauer
waren aber von den MATRIX-MÄSSIGEN DIVES von unserem Team
Austria Captain Eva Weißenböck am meisten begeistert.
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